Weiterbildung 04/2018: Bildung messen

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Schwerpunkt: Bildung messen

Kompetenzen effektiver ermitteln
Ist Bildung messbar?
Motivation steigern

Weitere Themen:

Heute studieren, morgen weiterqualifizieren
Providing Educational Data for Policy Making
Berufliche Weiterbildung im Alter

Artikelnummer: wb_2018-04 Kategorien: , , ,

Beschreibung

Der Begriff „Bildungsmessung“ im Titel dieses Hefts mag für viele irritierend sein, da „Bildung“ traditionell ein schwer messbares, regulatives Prinzip in der Pädagogik darstellt und eher ein ideales Ziel als eine quantifizierbare Größe ist. Zudem erscheint er oft in bildungspolitischen Diskursen, zusammen mit Termini wie „Bildungsmanagement“ und „Bildungsmarketing“, die die kommerzielle Seite der Bildung betonen. Dennoch ist in der heutigen Bildungspraxis die Messung von Lernerfolgen durch „Bildungscontrolling“ und Kompetenzerfassung üblich. Dieses Heft möchte eine Diskussion darüber anregen, ob der traditionelle Bildungsbegriff durch einen funktionellen Kompetenzbegriff ersetzt werden sollte oder ob Bildung weiterhin eine tiefere, normative Bedeutung behält.

In dieser Ausgabe der Weiterbildung lesen Sie unter Anderem:

Interview mit Stefan Gesmann, Fachhochschule Münster:

„Die Suche nach dem perfekten Messinstrument, mit dem wir den Nutzen von Weiterbildungen objektiv belegen können, gleicht der Suche nach dem Heiligen Gral.”

Handeln Kompetenz Performanz und Messung

Mit Bildungsmessung soll, einfach ausgedrückt, geprüft werden, ob Lernende die angestrebten Kompetenzen auch erlangt haben. Diese Kompetenzen sind in einem umfassenderen Kontext als Handlungsfähigkeit zu verstehen. Was aber ist mit Handeln gemeint und wie stehen Handeln und Kompetenzen zueinander in Beziehung?

Kann man Bildung messen?

Auf die Frage, ob Bildung messbar ist, gibt es auf die Schnelle keine eindeutige Antwort. Denn dazu müsste man sich zuerst nicht nur mit dem Bildungsbegriff auseinandersetzen, es müsste auch geklärt werden, was unter „Messung“ überhaupt zu verstehen ist. Mithilfe physikalischer Maßeinheiten jedenfalls kann diese Aufgabe kaum gelöst werden.

Kompetenzen effektiver und effizienter ermitteln

Die Kontrolle von Lernerfolg kann durch technologieorientierte Kompetenzmessung besser gestaltet werden. In einem Projekt zur Feststellung beruflicher Handlungskompetenzen in der Altenpflege wurde ein Testverfahren entwickelt, das auch in der Weiterbildung angewendet werden könnte.

Den Lernerfolg bestimmen

Lernerfolgsmessung möchte zum einen erbrachte Leistung dokumentieren. Zum anderen ist sie gleichzeitig auch Teil des Lernprozesses, indem sie Lernenden Feedback gibt über deren Lernstand. Im Idealfall wirkt sich dies dann positiv auf ihr weiteres Lernen aus. Das hier vorgestellte Verfahren zur Messung von Informationsverarbeitungskompetenz verfolgt beide Intentionen.

Steuerung durch Messen

Die gängigen evidenzbasierten Programme empirischer Bildungsforschung zielen auf eine Umorientierung pädagogischen Denkens und Handelns. Sie berauben dadurch das Bildungspersonal seiner pädagogischen Freiheit und Verantwortung. Diese Steuerungstechniken widersprechen den Grundsätzen einer der Aufklärung verpflichteten Demokratie und deren Bildungsverständnis.

Wirksamkeit betrieblicher Weiterbildung

Messung ist Grundlage auch eines effektiven Bildungscontrollings, das unter dem Stichwort Return on Investment (ROI) zum Nachweis der Wirksamkeit betrieblicher Weiterbildung dient.

Heute studieren, morgen weiterqualifizieren

Um berufsbezogene Handlungskompetenzen von Lernenden entsprechend den Anforderungen des 21. Jahrhunderts effektiv fördern zu können, benötigen wir objektive und zuverlässige Messverfahren. Die im Forschungsprogramm „KoKoHs“ entwickelten Kompetenztestinstrumente helfen dabei, die Frage zu beantworten, wie Studierende lernen und wie man das Lehren und Lernen auch in weiteren Bildungskontexten (wie in der Weiterbildung) optimieren kann.

Providing Educational Data for Policy Making

A notable contribution of the OECD to policy development is the annual report „Education at a Glance (EAG)“. This informs the discourse on education, helping policy-makers, educators, researchers, and other stake-holders build more effective and equitable education systems. In this article, we summarize the general trends in education which the most recent „Education at a Glance 2017“ revealed, as well as the three new indicators and areas of focus that it introduced. The EAG annual report covers all levels of education, but here we focus on trends in tertiary education which was given greatest attention in the latest edition.

Lernen ist keine Frage des Alters

Die einschlägigen Befunde aus Gerontologie und Kognitionswissenschaft lassen sich mit der oben genannten Überschrift auf den Punkt bringen: Lernen ist keine Frage des Alters. Altersbezogene Veränderungen im Bereich der Informationsverarbeitungsfähigkeiten gleichen wir durch eine im Laufe des Lebens zunehmende fachliche Spezialisierung und erworbene Lernstrategien aus.

Zusätzliche Information

Ausführung

Digitalausgabe, Printausgabe

Format

280x210mm

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