Weiterbildung 06/2015: Kulturelle Identität – Muslime und Bildung

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Schwerpunkt: Kulturelle Identität – Muslime und Bildung

Respekt und Achtung vor dem Anderen
Das Verständnis von Wissen im Koran
Bildung und Integration stärken

Weitere Themen:

Der Wert einer Migrationsbiografie
The Integration of Migrants in Europe
Die PIAAC-Erhebung

Artikelnummer: wb_2015-06 Kategorie:

Beschreibung

In dieser Ausgabe der Weiterbildung lesen Sie unter Anderem:

Interview mit Peter Weibel:

„Identität sollte auf die Zukunft ausgerichtet sein, ein flüssiger Zustand statt Erstarrung.“

Respekt und Achtung vor dem Anderen

Werte geben Orientierung im Leben und sind insbesondere in Konfliktsituationen handlungsleitend. Gerade in einer pluralen Gesellschaft wie Deutschland ist es daher wichtig, eine Wertebasis zu finden, die für alle gilt. Respekt voreinander gehört in jedem Fall dazu, aber auch Spiritualität kann hier eine wichtige Bereicherung bringen.

Das Verständnis von Wissen im Koran

Im Koran findet man zahlreiche Hinweise, aus denen sich Prinzipien und Ansätze zu pädagogischem Denken und Handeln ableiten lassen. Dabei geht es nicht nur um die Beschäftigung mit dem Wissen, das sich aus der Offenbarung speist. Ebenso wichtig sind die Erkenntnisse, die zum Wohl des Menschen beitragen. Dazu gehören auch Erziehungskompetenz, Gestaltungs- und Innovationsfähigkeit sowie moralische Verantwortung.

Bildung und Integration stärken

Im muslimischen Kulturkreis gelten Moscheen traditionell als Orte des Lernens und der Unterweisung. Die Aktivitäten sind dabei nicht ausschließlich auf den religiösen Kontext beschränkt. Vielmehr werden auch soziale Dienstleistungen angeboten. Diese Angebote tragen, insbesondere in Deutschland beziehungsweise Europa, dazu bei, die Integration zu stärken. Umso wichtiger ist es, das Fachpersonal in den Moscheen entsprechend zu qualifizieren und seine Arbeit zu würdigen.

Der Wert einer Migrationsbiografie

Eine gleichberechtigte Partizipation von Menschen mit Migrationsgeschichte an Weiterbildung ist nicht nur in Bezug auf Teilnehmende, sondern auch auf das Personal in Bildungsinstitutionen zu fordern. Aus einer Migrationsbiografie resultieren darüber hinaus potenziell spezifische, für den professionellen Umgang mit zunehmender Diversität im Bildungswesen relevante Kompetenzen. Eine österreichische Studie zeigt auf, wie deren Verwertung und Anerkennung jedoch auf einige Hindernisse stoßen.

The Integration of Migrants in Europe

Migration is a key feature of population change in Europe, shaping the continent’s economy, labour markets and demography. In 2013 there were 20 million non-EU nationals living in the European Union, representing around 4% of the total population, up from 3.4% in 2005 (OECD /EU 2015, p. 300). The EU’s core principle of free movement, globalization and the stability and relative prosperity of EU Member States mean that this trend is set to continue. To date Europe’s migrant integration policies have been a necessary but insufficient response to the needs of this rapidly diversifying population and of their hosts. Divergent employment outcomes between migrants and natives, segregated neighbourhoods and, in some cases, social unrest reflect this reality (Collett /Petrovic 2014, p. 3).

Bildung und Integration stärken

In den vergangenen Jahren hat die Einführung des Islamischen Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen und die Etablierung islamisch-theologischer Studien an deutschen Universitäten die Diskussion um religiöse Bildung von muslimischen Bürgern dominiert. Aus dem Blickfeld gerückt ist dadurch der traditionelle Lernort Moschee, der sich unter den Vorgaben von Migration und Integration neu erfinden musste.

Zusätzliche Information

Ausführung

Digitalausgabe, Printausgabe

Format

280x210mm

Titel

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