Weiterbildung 05/2026:
Lernen im Alter
… und danach nichts mehr?

29,00 € – 32,00 €

Schwerpunkt

Bildung für alle ermöglichen
Vielfalt des lernens im Alter fördern
Zukunft kennt kein Rentenalter

außerdem:

Arnim Kaiser und Ulrich Althauser im Gespräch mit Lutz Karnauchow über “Wir müssen ganz von vorne anfangen und müssen das Altersbild ändern.“

Artikelnummer: WB_2026_05 Kategorien: , , , , , ,

Beschreibung

Ältere Menschen bilden keine einheitliche Gruppe, denn Alter allein sagt wenig über ihre Fähigkeiten und Lebenssituationen aus. Besonders wichtig für das Lernen im Alter ist das eigene Altersbild: Wer sich selbst als aktiv, belastbar und lernfähig wahrnimmt, ist eher bereit, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Ein negatives Altersbild kann dagegen zu Unsicherheit, Rückzug und Resignation führen. Wie Menschen ihr eigenes Alter erleben, entwickelt sich über viele Jahre und wird durch ihre Biografie, soziale Erfahrungen und frühere Lernerlebnisse geprägt.

In dieser Ausgabe der Weiterbildung lesen Sie u.a. folgende Beiträge:

Zum Schwerpunktthema „Lernen im Alter – … und danach nichts mehr?“

Bildung für alle ermöglichen

Christina Münk/Simon Konermann
Bildung ist ein Menschenrecht ñ lebenslang. Sie muss daher auch für Ältere Menschen ein zentraler Bestandteil bleiben. Selbstbestimmung, gesellschaftliche Teilhabe und nicht zuletzt die Förderung der Demokratie werden so gestärkt. Dafür setzt sich die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen ein.

Die Vielfalt des Lernens im Alter fördern

Christina Münk
Lernen im Alter funktioniert nicht, wie oft behauptet, schlechter. Lernfähigkeit, das bestätigt die Neurowissenschaft, bleibt bis ins hohe Alter erhalten. Aber Lernen im Alter funktioniert anders. So verändern sich die Lernanlässe, aber auch die kognitiven Prozesse. Die Förderung der Vielfalt des Lernens im Alter ist daher das Anliegen der BAGSO-Servicestelle – Bildung und Lernen im Alterì.

Punkt – Linie – Fläche – Raum

Katja von den Benken
Nachhaltiges Lernen im Alter geschieht hauptsächlich als Bewusstseinsbildung im analogen zwischenmenschlichen Raum. Davon geht die Anthroposophische Kunsttherapie aus und setzt das Formenzeichnen als therapeutische Methode, auch in der Altenhilfe, ein. So ermöglicht die Arbeit mit Punkt, Linie, Raum und Bewegung Orientierung und bietet eine Basis, um Selbstwirksamkeit, Vitalität und Würde im Alter gezielt zu fördern – auch bei kognitiven Defiziten.

Zukunft kennt kein Rentenalter

Stephanie Wössner
Eine Gesellschaft des langen Lebens braucht ein neues Bildungsverständnis. Aber das Lernen und der Wert Älterer Menschen darf, auch angesichts der aktuellen Rentendebatte, nicht an Nützlichkeit im Sinne von Systementlastung gebunden werden. Lernen soll Lebensfreude und Handlungsfähigkeit fördern, um Selbstbestimmung und Mitgestaltung zu ermöglichen. Daraus kann sich dann womöglich ein gesellschaftlicher Gewinn ergeben.

 

außerdem:
Interview mit Lutz Karnauchow, domino-coaching Stiftung
“Wir m¸ssen ganz von vorne anfangen und müssen das Altersbild ändern.“
Viele Menschen, auch in der Altenpflege, gehen noch immer von einem Altersbild aus, das ältere schnell abschreibt und nicht daran glaubt, dass sich, beispielsweise nach einem Schlaganfall, noch etwas zum Besseren verändern könnte. Damit wollte sich Lutz Karnauchow und Petra Thees nicht abfinden und haben das Konzept „Rehabilitation vor Pflege“ entwickelt. Mit konsequentem Bewegungstraining und speziellen Kommunikationsmethoden kann es dabei sogar gelingen, dass alte Menschen wieder in die Selbstständigkeit nach Hause zur¸ckkehren können.

Zusätzliche Information

Ausführung

Digitalausgabe, Printausgabe

Inhaltsverzeichnis

Editorial
Seite 3: Ulrich Althauser und Arnim Kaiser: Lernen im Alter – Das Altersbild beeinflusst Lernchancen

Interview | Lernen im Alter
Seite 6: Lutz Karnauchow, domino-coaching Stiftung: „Wir müssen ganz von vorne anfangen und müssen das Altersbild ändern.“

Begriffe und Strukturen | Lernen im Alter
Seite 10: Christina Münk/Simon Konermann: Bildung für alle ermöglichen
Seite 14: Christina Münk: Die Vielfalt des Lernens im Alter fördern
Seite 18: Katja von den Benken: Punkt – Linie – Fläche – Raum
Seite 22: Stephanie Wössner: Zukunft kennt kein Rentenalter

Lernen in Kontexten | Lernen im Alter
Seite 26: Lukas Schega: Lernen endet nicht mit dem Ruhestand
Seite 29: Anja Christina Schwenck: Perspektivenwechsel in Führung und Kultur
Seite 32: Adrain Wegener/Alexander Mädche: Perspektivwechsel zwischen Erfahrung und frischen
Impulsen

Aktuelles
Seite 36: Katharina Schöttl: Lehren aus der Pandemie
Seite 40: W. John Morgan: The Return of Ideology

Mediendienst
Seite 44: Fachliteratur: Entwicklungsmöglichkeiten bis ins hohe Alter
Seite 47: Online – Linktipps zum Schwerpunkt
Seite 49: Aktuelle Titel – Bücher kurz vorgestellt

Service
Seite 51: News
Seite 53: Termine
Seite 54: Vorschau und Impressum

Arbeitshilfen
Seite 55: Gemeinsam Veränderung gestalten – Was Coaching wirksam macht

Für Autorinnen und Autoren

Sie möchten gerne einen Beitrag für einen unserer Schwerpunkte schreiben? Wir freuen uns über Ihre Vorschläge. Bitte wenden Sie sich gerne an die in der Themenvorschau genannten Kontaktpersonen.

Die Beiträge der jeweiligen Hefte werden einem wissenschaftlichen Review-Verfahren unterzogen. Dieses Verfahren dauert mindestens zwei Monate.

Unsere Themenvorschau:

Lernen im Alter (Heft 5/2026, Oktober 2026)
Die Beitragsakquise ist abgeschlossen.

Copy, Paste, Think – Lernen im Zeitalter von ChatGPT (Heft 6/2026, Dezember 2026)
Die Beitragsakquise ist abgeschlossen.

Bürokratie und Weiterbildung (Heft 1/2027, Februar 2027)
Beiträge oder Vorschläge bitte bis spätestens 15.10.2026 an Nele Graf oder Wolfgang Beywl.

Die Vermessung von „Learning and Development“ (Heft 2/2027, April 2027)
Beiträge oder Vorschläge bitte bis spätestens 15.12.2026 an Nele Graf.

Demokratie in der Weiterbildung (Heft 2/2027, April 2027)
Beiträge oder Vorschläge bitte bis spätestens 15.12.2027 an Nele Graf.

Bitte beachten Sie unsere Hinweise für Autorinnen und Autoren.

Hier finden Sie einen Blick in unsere Zeitschrift.

Nach oben