Weiterbildung 05/2014: Lernen en passant

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Schwerpunkt: Lernen en passant

Unverzichtbar für die Kompetenzentwicklung
Lernen mit Spaß
Abschluss ohne Schulbank

Weitere Themen:

Weiterbildung und Region
Nachqualifizierung in Betrieben
Soziologie des Mismatch

Artikelnummer: wb_2014-05 Kategorie:

Beschreibung

In dieser Ausgabe der Weiterbildung lesen Sie unter Anderem:

Interview mit Günther Dohmen:

„Der größte Teil des menschlichen Lernens entwickelt sich außerhalb von Schulen und Hochschulen.“

Unverzichtbar für die Kompetenzentwicklung

Unter dem Schlagwort des informellen Lernens existiert eine enorme Bandbreite von Lernwegen und -formen: sei es über ein TV-Sendung, sei es im Rahmen eines Ehrenamts oder beim autodidaktischen Sprachenlernen. Und auch wenn dieses Lernen nur schwer zu kategorisieren und abzugrenzen ist, leistet es doch einen erheblichen Beitrag zur Kompetenzentwicklung.

Lernen mit Spaß

Negative Lernerfahrungen unter Druck und strenger Kontrolle führen schnell zu Lernwiderständen. Wird hingegen auf die individuellen Lerninteressen des Einzelnen eingegangen und haben die Lernthemen mit seiner persönlichen Situation zu tun, macht Lernen wieder Spaß. In Bürgerinitiativen beispielsweise können so informelle Lernprozesse angeregt werden.

Abschluss ohne Schulbank

In der Schweiz werden informell erworbene Kompetenzen bereits seit mehr als zehn Jahren validiert und formal anerkannt. Als innovatives Beispiel hierfür gilt das Projekt „KMU Frauen Schweiz“. Frauen mit jahrelanger Führungs-Erfahrung in einem Familien-KMU, die aber keine formale Qualifikation haben, können an einem Validierungsverfahren teilnehmen. An dessen Ende erhalten sie den Abschluss „Eidgenössischer Fachausweis“. Dies ist insbesondere dann hilfreich, wenn sie die Firma verlassen wollen oder müssen.

Weiterbildung und Region

Die Region als Handlungsraum für Kommunalpolitik, Regionalpolitik oder Wirtschaft ist schon längst entdeckt. Kaum ein Straßen-, Abwasser-, Sozial- oder Tourismusprojekt kommt heute in den kleinräumigeren ländlichen Strukturen ohne regionale Vernetzung aus. Im Bereich der Weiterbildung ist dieser Schritt vielfach noch ausständig. Insbesondere auf dem Lande spielt sich Erwachsenenbildung seit Jahrzehnten stark im „Bogen“ von örtlichen Strukturen, Landeszentralen und Bundessekretariaten ab. Die Region als Player und das regionale Bewusstsein sind hier noch wenig sichtbar, etwa dann, wenn es darum ginge, regionale Angebote bewusst zu platzieren, regionale Themen als solche auch regional zu „setzen“ und – dazu passende – regionale Strukturen zu bauen.

Nachqualifizierung in Betrieben

Im Rahmen des Strategieprojekts „Branchenspezifische Nachqualifizierung für un- und angelernte Beschäftigte in hessischen KMU“ entwickelten und erprobten Bildungsanbieter aus unterschiedlichen Branchen Strategien zur Ansprache und Öffnung von kleinen und mittleren Betrieben für die berufsbegleitende Nachqualifizierung ihrer Beschäftigten ohne anerkannten Berufsabschluss. So entstanden innovative Ansätze, wie Bildungsanbieter ihr Portfolio erweitern und Betriebe in diesem Qualifizierungs – prozess unterstützen sowie begleiten können. Die Kompetenzen, die dafür von den Bildungsanbietern benötigt werden, sind im Folgenden dargestellt.

Soziologie des Mismatch

Das Thema „Mismatch“ ist aktuell ein „hot topic“ der internationalen Bildungspolitik. Eine genauere Betrachtung zeigt jedoch, dass diese einen vordergründig dominanten ökonomischen Zugriff auf Mismatch hat, der die subjektiven Wahrnehmungen und Konsequenzen von Mismatch völlig ausblendet. Im Folgenden werden daher Anknüpfungspunkte für eine Soziologie des Mismatch entwickelt, um die bisherigen „blinden Flecken“ im aktuellen Mismatch-Diskurs aufzufüllen. Am Ende werden die Herausforderungen für die Weiterbildung kurz diskutiert.

Zusätzliche Information

Ausführung

Digitalausgabe, Printausgabe

Format

280x210mm

Titel

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