Weiterbildung 05/2008: Gruppenarbeit – Des einen Freud, des anderen Leid

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Schwerpunkt: Gruppenarbeit – Des einen Freud, des anderen Leid

Gruppenlerner auf dem Prüfstand
Lernen im vernetzten Austausch
Ideale Strukturen schaffen

Weitere Themen:

Sprachverwirrung klären
Mit Familienfreundlichkeit punkten
Kulturelle Grenzen von E-Learning

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Artikelnummer: wb_2008-05 Kategorie:

Beschreibung

In dieser Ausgabe der Weiterbildung lesen Sie unter Anderem:

Interview mit Roland Hutyra:

„Die Gruppe ermöglicht, neues Verhalten auszuprobieren.“

Gruppenlerner auf dem Prüfstand

Nicht jeder Teilnehmer einer Weiterbildungsmaßnahme ist automatisch ein Freund von sozial-interaktiven Lernformen. Bei einer empirischen Untersuchung im Rahmen des Projekts VaLe kam heraus, dass die Wenigsten ausgesprochene Gruppenlerner sind und dass es daneben mindestens genauso viele gibt, die eine dezidierte Abneigung gegen das Arbeiten in Gruppen haben. Der Einsatz dieser Methode muss also wohl überlegt und wohl dosiert sein.

Lernen im vernetzten Austausch

Der Umgang mit dem Internet gehört zu den neuen Kulturtechniken. Deshalb ist es wichtig, die bisher eher internetdistante Gruppe älterer Menschen für dieses Medium zu begeistern. Das am ZAWiW der Uni Ulm konzipierte Projekt „Gemeinsam lernen übers Netz“ hatte zum Ziel, durch einen Themenaustausch via Chat und Forum, Alt und Jung an unterschiedlichen Orten zu verbinden und gleichzeitig die technischen Grundkenntnisse der Internetnutzung zu vermitteln.

Ideale Strukturen schaffen

Die Aufforderung zur Gruppenarbeit kann schnell in unorganisiertem Chaos enden. Viel Zeit wird damit verplempert, sich zusammenzufinden und die eigene Unsicherheit mit dem Austausch von Banalitäten zu überwinden. Das Inhaltliche gerät dabei oft in den Hintergrund oder wird in letzter Minute von den Gewissenhaften mehr schlecht als recht erledigt. Gruppenarbeit muss daher auch auf der normativen Ebene gut vorbereitet sein.

Sprachverwirrung klären

In nahezu allen gesellschaftlichen Feldern lässt sich als Reaktion auf gesellschaftliche Megatrends wie Globalisierung, Individualisierung, Risikozuwachs oder Wissensexplosion ein Zuwachs an Interaktionsformen beobachten, die als „Beratung“ beschrieben werden können – sei es Ästhetik (Typberatung), Wirtschaft (Unternehmensberatung) oder Liebe (Paarberatung). Dass sich dieser Beratungstrend auch im Feld der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung beobachten lässt, mutet als beinah redundante Feststellung an. Umso erstaunlicher ist es, dass noch keine stabile begriffliche Fassung vorliegt. Dass dies grundlegende Folgen für Professionalisierungsbemühungen haben kann, zeigt ein vergleichender Blick zum Coaching – einem begrifflichen Wildwuchs, wie unter anderem die viel beachtete Studie des Soziologen Stefan Kühl zum Scharlatanerie-Problem gezeigt hat.

Mit Familienfreundlichkeit punkten

In einer aktuellen Studie der IGS Organisationsberatung GmbH im Auftrag der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, der Arbeitgeberverbände Hessen Metall und HessenChemie sowie der hessenstiftung – familie hat zukunft wurden 114 Führungskräfte aus 60 Unternehmen persönlich zu gelebter Familienfreundlichkeit in Unternehmen befragt. Die Studie belegt die große Wichtigkeit dieses Themas in der Zukunft. Nahezu 80 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer steigenden, weitere 16 Prozent mit einer gleichbleibenden Bedeutung innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre.

Kulturelle Grenzen von E-Learning

Web-basierte Lernprogramme weisen in einem zunehmend globalisierten Umfeld eine immer größere Bedeutung auf. Sie bilden ein Kernelement des betrieblichen Lernens. In der Regel werden solche Lernprogramme während der Arbeitszeit absolviert. In einer explorativen Fallstudie im Bereich von Finanzdienstleistungen wurde die Bedeutung verschiedener Faktoren, wie beispielsweise die soziokulturelle Basis, Lerntraditionen oder soziodemo grafische Elemente für den Lernerfolg untersucht. Dabei wurden auch Faktoren identifiziert, welche den Lernerfolg mittels web-basierter Lernprogramme im globalen Umfeld maß – geblich beeinträchtigen und die von der Anbieterseite her gesteuert werden können.

Zusätzliche Information

Ausführung

Digitalausgabe, Printausgabe

Format

280x210mm

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