Weiterbildung 03/2019: Lesson Study – Den Blick für die Lernenden schärfen

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Schwerpunkt: Lesson Study – Den Blick für die Lernenden schärfen

Richtige Strategien für Lehrende
Komplexe Informationen verarbeiten
Lernen braucht Emotionen

Weitere Themen:

Gemeinwohl und Mitbestimmung fördern
Die Mittelschicht in Deutschland unter Druck
Online-gestützte Hochschullehre

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Artikelnummer: wb_2019-03 Kategorie:

Beschreibung

In dieser Ausgabe der Weiterbildung lesen Sie unter Anderem:

Interview mit Peter Dudley, Direktor der World Association for Lesson Study:

Der Effekt von Lesson Study ist riesig, weil die Lehrkräfte so viel mehr darüber herausfinden, wie ihre Schülerinnen und Schüler lernen.

Gewinn für Lehrende und Lernende

Lesson Study hat in Asien eine lange Tradition. Will man sie in andere Länder transferieren, ist der jeweilige kulturelle Kontext dort eine zentrale Größe, die es zu beachten gilt. Gelingt diese Anpassung, profitieren sowohl Lehrende als auch Lernende in hohem Maße von Lesson Study.

Lehren und Lernen wirksam gestalten

Viele Studien können belegen, dass Lesson Study ein großes Potenzial hat, die Qualität des Lehrens und Lernens zu verbessern, insbesondere, weil sie ihren Fokus auf den Lernprozess legt. Durch Lesson Study finden Lehrende zu einem tieferen Verständnis über die Lernvoraussetzungen der Lernenden sowie über ihre eigenen Kompetenzen und können so ihre Weiterentwicklung professionell gestalten.

Das Lernen besser verstehen

Das differenzierte und ganzheitliche Beobachten spielt im Kontext von Lesson Study eine wichtige Rolle. Im Rahmen der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern konnte die Methode der Wahrnehmenden Beobachtung gleich mehrfach zum Tragen kommen: zum einen als Möglichkeit für die Lehrkräfte, die Lernaktivitäten der Auszubildenden besser zu verstehen, zum anderen auch als eigentliches Unterrichtsthema in der Ausbildung.

Mind the gap!

Guter Unterricht sollte immer daran gemessen werden, wie lernwirksam er ist. Dafür muss der Blick auf das Lernen der Schülerinnen und Schüler gerichtet werden. Lesson Study hilft, genau dies zu ermöglichen. Sie kann in der Lehrerausbildung die Kluft zwischen Theorie und Praxis auflösen, indem sie den Lehrpersonen Erkenntnisgewinn durch eigene Erfahrungen vermittelt.

Noch keine Beweise für bessere Lerneffekte

Der Vorsprung von Japans Schülerleistungen, insbesondere in Mathematik und Naturwissenschaften, wird immer wieder der Tatsache gutgeschrieben, dass Japan eine lange Tradition der Lesson Study pflegt. Dieser Zusammenhang ist jedoch längst nicht bewiesen. Aber selbst wenn dem so wäre, bleibt doch zu fragen, ob Aufwand und Kosten von Lesson Study überhaupt ihren Nutzen rechtfertigen.

Politikberatung – notwendig, aber auch erfolgreich?

Wissenschaftliche Politikberatung ist an der Schnittstelle zwischen politischem System und Wissenschaftssystem angesiedelt. Sie dient dazu, wissenschaftliche Erkenntnisse den Akteuren des politischen Prozesses zur Verfügung zu stellen, und umgekehrt die Nachfrage der Politik nach wissenschaftsbasierten Lösungen zu bedienen. Dabei nutzen Politikerinnen und Politiker wissenschaftliche Erkenntnisse auch selektiv, wenn diese ihre Positionen unterstützen.

Wie kann Arbeiten Lernen fördern?

In der Debatte um neue Arbeitsformen, wie sie etwa unter dem Label Arbeiten 4.0 stattfindet, besteht Einigkeit in der Einschätzung: Arbeiten wird in Zukunft noch flexibler, komplexer und anspruchsvoller werden. Beschäftigte müssen darauf immer wieder neu durch Lernen reagieren. Damit aber stellt sich die Frage, wie berufliche Weiterentwicklung im digitalen Wandel gestaltet wird.

Lernen sukzessive verbessern

Die Durchführung von Lesson Studies ist sowohl extrem einfach als auch außerordentlich komplex. Einfachheit und Komplexität ergeben sich aufgrund bestimmter Merkmale von Lesson Studies: Sie sind nahe an der realen Unterrichtspraxis und erlauben gleichzeitig, zu dieser Praxis Abstand zu gewinnen; sie sind Professionalitätsentwicklung und Forschung zugleich; sie fokussieren das Lernen der Schülerinnen und Schüler und dienen dazu, Unterricht systematisch weiterzuentwickeln.

Den Ernstfall üben

Mindestens seit den 1950er-Jahren werden in der rettungsdienstlichen Ausbildung Simulationstrainings eingesetzt, um technische Fertigkeiten zu erlangen. Spätestens seit den 1980er-Jahren werden zudem umfangreichere Notfallsituationen simuliert. Seit den 1990er-Jahren ist ein zunehmendes Verständnis für das Potenzial der Simulation hinsichtlich des Trainings anspruchsvoller Teamprozesse mit Fokus auf Human Factors nachweisbar. Immer ausgeprägter wird Simulation in der Folge bewusst, systematisch und auf Basis edukativer Strategien genutzt. Heute besteht eine differenzierte Vorstellung davon, wie Simulation als Methode zur Entwicklung sehr unterschiedlicher Kompetenzen eingesetzt werden kann.

Zusätzliche Information

Ausführung

Digitalausgabe, Printausgabe

Format

280x210mm

Titel

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