Grundlagen der Weiterbildung 06/1999: Betriebswirtschaftliches Denken

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Betriebswirtschaftliches Denken

Neues Lernen – neue Bildungsträger?
Sozialwirtschaftliche Organisationen und privatwirtschaftliches Management
Über den Preis des Kosten bewußtseins
Behindert Gemeinnützigkeit betriebswirtschaftliches Denken?
Luxemburg-LothringenWallonien-Rheinland: Weiterbildung der Weiterbildner
Preispolitik

Artikelnummer: wb_1999-06 Kategorien: , , ,

Beschreibung

Das Schwerpunktthema des letzten Heftes vor dem Ende des Millenniums kann eine Behauptung oder einen Zustand reflektieren, der noch nicht erreicht, aber wünschenswert ist. Herausgeber und Redaktion der »Grundlagen der Weiterbildung« wollen alle Strukturen der Weiterbildung abdecken und trägerübergreifend Interesse wecken.

Dieses Heft richtet sich besonders an gemeinnützige und öffentliche Träger, die sich mit betriebswirtschaftlichen Erörterungen im Bildungsbetrieb auseinandersetzen müssen. Eckart Severing thematisiert den Wandel in der Wissensgesellschaft und Ulli Arnold hält sozialwirtschaftlichen Organisationen den Spiegel privatwirtschaftlichen Managements vor.

Andreas Fischer und Karl Weber betonen, dass Kostenbewusstsein neben Effizienzsteigerung ein originärer Führungsauftrag ist. Cord Solle zeigt die Notwendigkeit einer Unternehmenssteuerung in der Weiterbildung, und Rainer Güttler beleuchtet das Spannungsverhältnis zwischen Gemeinnützigkeit und betriebswirtschaftlichem Management.

In der aktuellen Ausgabe der Weiterbildung lesen Sie u.a. folgende Beiträge:

Neues Lernen – neue Bildungsträger?

Institutionen der beruflichen und betrieblichen Bildung haben sich in den vergangenen Jahrzehnten so sehr an Seminar und Lehrgang als die Standardform der Vermittlung von Wissen gewöhnt, daß sie ihre Leistung über dieses Produkt definieren und nicht über einen Marktbedarf, der sich zunehmend Alternativen zur lehrgangsförmigen Weiterbildung erschließt. Die Wissensgesellschaft wird jedoch nicht durch eine Ausweitung des Seminargeschäftes realisiert; betriebliches Wissensmanagement entdeckt neue Ressourcen, um den wachsenden Bedarf an Erneuerung und Dissemination der organisationalen Wissensbasis zu decken. Nicht nur dem Einsatz neuer Lernmedien, sondern vor allem auch der organisationalen Integration des Wissenstransfers in die betrieblichen Abläufe gilt große Aufmerksamkeit.

Sozialwirtschaftliche Organisationen und privatwirtschaftliches Management

Sozialwirtschaftliche Organisationen als Hauptakteure im sogenannten „Non-Profit-Sektor“ sind in neuerer Zeit erheblichen ökonomischen Zwängen ausgeliefert. Der Übergang von ex post-Kostenerstattungen zu im voraus mit den Kostenträgern ausgehandelten Budgets (bspw. prospektive Pflegesätze) machen ökonomische Zwänge deutlicher und zwingen SWO, sich mit Fragen der ökonomischen Effizienz auseinanderzusetzen. Hoffnungsvolle Blicke richten sich auf die im Profit-Bereich bewährten Managementkonzepte und -instrumente. Und tatsächlich scheinen diese in der »Sozialbranche« gute Konjunktur zu haben. Allerdings ist mit der naiven Adaption die nächste Enttäuschung bereits fixiert.

Über den Preis des Kosten bewußtseins

Kostenbewußtsein – oder ganz allgemein betriebswirtschaftliches Denken – wird in Weiterbildungseinrichtungen zunehmend handlungsbestimmend. Gewiß ermöglicht es die Steigerung der Effizienz oder die Realisierung von Einsparungen. Es hat aber auch seinen Preis, was noch immer ungenügend zur Kenntnis genommen wird. Die folgenden Überlegungen stützen sich auf die Beobachtung des Verhaltens von Institutionen und nicht auf systematisch erhobene Daten. Im Blickpunkt stehen öffentliche oder mit öffentlichen Geldern unterstützte Weiterbildungseinrichtungen.

Behindert Gemeinnützigkeit betriebswirtschaftliches Denken?

Eine klassische Gegenrede ist dies nicht: es kann ja wohl kein vernunftbegabtes Wesen grundsätzlich gegen eine Steuerregelung sein, die gemeinhin als „Steuerprivileg“ bezeichnet wird. Dieses „Privileg“ scheint Türen zu öffnen als Voraussetzung für die öffentliche Anerkennung als Bildungsträger, diese hinwiederum eröffnet den Zugang zum „Trog“, zum „Topf“, zum „Tropf“ oder auch zum „Napf“ der öffentlichen Förderung: je nach charakterlicher Veranlagung oder Erziehung der Akteure, nach „Vergabepraxis“ oder „Förderwesen“ der jeweiligen öffentlichen Hand. Es geht vielmehr darum, durch subjektive Anmerkungen eines Praktikers mit Erfahrungen aus allen Ebenen öffentlicher Finanzierung der Bildung ebenso wie aus der Praxis eines eigenen „nichtprivilegierten“ Beratungsunternehmens eine Diskussion anzustoßen, anzuregen und vielleicht auch anzureichern, die – wie sich zeigen wird – nicht automatisch beginnen wird, sondern „ins Werk gesetzt“ werden muß. Eine solche Diskussion ist überfällig, noch haben die Bildungslobbyisten der Weiterbildung das Initiativrecht in der Hand.

Luxemburg-LothringenWallonien-Rheinland: Weiterbildung der Weiterbildner

Diese Studie ist im Umfeld der neuen Rahmengesetzgebung zur Förderung der beruflichen Weiterbildung angesiedelt, die ein Zugangsrecht für Weiterbildungsunternehmen in Luxemburg vorsieht. Durch diese Bestimmung wird voraussichtlich ein neuer Weiterbildungsbedarf für Weiterbildner entstehen, so daß die Studie darauf abzielt, im Vorfeld Angebot und Nachfrage im diesem Bereich in der Grossregion Luxemburg-Lothringen-Wallonien-Rheinland zu untersuchen. Dazu wurde das Weiterbildungsangebot von 2000 Weiterbildungsanbietern untersucht und mehrere Befragungen bei 850 luxemburgischen Unternehmen durchgeführt. Aus denen geht hervor, daß die luxemburgischen Unternehmen einerseits die Bedeutung der Aus- und Weiterbildung der Weiterbildner noch nicht eindeutig erkannt haben, andererseits aber bereit sind, in diesen Bereich zu investieren, falls ein spezifisches Angebot vorhanden wäre. Es ist daher von großer Bedeutung, daß die Zulassungsbestimmungen eindeutig pädagogische Kriterien aufweisen, da insbesondere in diesem Bereich in Luxemburg Mängel festzustellen sind.

Preispolitik

Mit einer zunehmenden Wettbewerbsdynamik, einer Professionalisierung des Bildungsmarktes und zunehmenden Überkapazitäten in einigen Bereichen gewinnt in der Erwachsenenbildung das Konzept des Marketing immer mehr an Bedeutung. Dabei kann man unterschiedlicher Meinung sein, wie Bildungsmarketing zu betreiben ist, man kommt jedoch niemals um einige elementare Entscheidungen herum. Ein wesentliches Entscheidungsfeld ist in diesem Zusammenhang die Preispolitik, die ein Bildungsanbieter betreibt.

Zusätzliche Information

Ausführung

Digitalausgabe, Printausgabe

Format

280 x 210mm

Druck

Komplett in Farbe!

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