Grundlagen der Weiterbildung 02/2000: Techniken und Tools zur Qualitäts- und Bildungsanalyse

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Techniken und Tools zur Qualitäts- und Bildungsanalyse

Große Koalition in der Weiterbildungspolitik?
Betriebliche Weiterbildung als Investition in das Humankapital
Programmplanung: zwischen Technik und Inspiration
Tools zur Seminaranalyse
Weiterbildung und der internationale Standard ISO 9000
Qualitätsentwicklung step-by-step
Vocational Education and Training in Europe
Einführung von Software für die Weiterbildungsadministration
Weiterbildung im Mittelstand
Zur Konstruktion und Auswertung von Fragebögen

Artikelnummer: wb_2000-02 Kategorien: , , ,

Beschreibung

Fragen der Bildungsqualität und deren Analyse stehen oft im Fokus. Heute geht es um pragmatische Werkzeuge und Techniken zur Realisierung von Qualität in verschiedenen Aspekten der Bildung. Fischer definiert Planungsprozesse, die Kreativität und strukturielle Zuverlässigkeit vereinen, wobei Planung als Verhandeln, Vernetzen und Entscheiden beschrieben wird.

Im Detail werden Tools zur Seminaranalyse von Kaiser vorgestellt, die sich auf Qualitätssicherung, Bildungscontrolling und Zertifizierung konzentrieren, um die Interaktion, Methodik und Didaktik zu verbessern. Das Handbuch zur Qualitätsentwicklung der österreichischen Volkshochschulen, vorgestellt von Anneliese Heilinger, bietet ein schrittweises Modell zur Qualitätsverbesserung.

Werner Michls setzt sich kritisch mit computerunterstütztem Fernlernen auseinander und spannt den Bogen von Plato bis zum Multimedia-PC. Gerd Pieper diskutiert die Weiterbildung im Mittelstand, wo Personalentwicklung, Arbeitsorganisation und Qualifizierung ein integrales Paket bilden, illustriert am Beispiel eines Einzelhandelsunternehmens.

In der aktuellen Ausgabe der Weiterbildung lesen Sie u.a. folgende Beiträge:

Große Koalition in der Weiterbildungspolitik?

Die beiden großen Parteien haben ihre bildungspolitischen Leitlinien formuliert. Die zitierten Passagen entstammen dem SPDManifest „Bildung entscheidet über unsere Zukunft. Für eine neue Bildungsinitiative“ (vom 17. Januar 2000) und dem Entwurf für einen Antrag des Bundesvorstandes an den 13. Parteitag der CDU Deutschlands, „Aufbruch in die lernende Gesellschaft“. Folgend Auszüge mit dem Schwerpunkt „Weiterbildung“ zum Vergleich.

Betriebliche Weiterbildung als Investition in das Humankapital

Betriebliche Weiterbildung spielt eine zunehmend wichtiger werdende Rolle bei der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Dies belegen steigende Teilnehmerzahlen, erhöhte Teilnehmerstunden und finanzielle Aufwendungen in Höhe von 34,3 Milliarden Mark. Stand die letzte Weiterbildungserhebung für das Jahr 1995 noch unter dem Zeichen einer verstärkten Wirtschaftlichkeit der Weiterbildung, signalisieren die aktuellen Daten eine neue Intensität. Dies kommt sowohl in der Vielfalt der Aktivitäten als auch dem Umfang der einbezogenen Mitarbeiter zum Ausdruck. Angesichts verschlankter Unternehmen kommt der Weiterbildung die Aufgabe zu, die Produktivität des Faktors Arbeit nachhaltig zu erhöhen. Die Unternehmen haben erkannt, dass sie auf Dauer nur dann am Markt erfolgreich sein können, wenn sie in das Wissen und Können ihrer Mitarbeiter investieren.

Programmplanung: zwischen Technik und Inspiration

Programmplanung ist eine der Hauptaufgaben im Weiterbildungsmanagement. Entsprechend hat sich – meist unbelastet von theoretischen Überlegungen – eine differenzierte ten Teilen erfolgreiche Praxis Planungsmodelle bezwecken, diese und in weientwickelt. Vielfalt auf den Punkt zu bringen, Planungen systematisch zu beschreiben, sie aufgrund theoretischer Überlegungen zu optimieren, die Praktiker/innen zu unterstützen und zur Professionalität ihrer Arbeit beizutragen. Deren Planungsalltag entspricht allerdings selten der Linearität oder Zyklizität der Modelle. Das Ergebnis ist mit vielen Beteiligten auszuhandeln und gleichzeitig sind mehrere Teilplanungen parallel zu führen und zu vernetzen. Auch benötigt das an sich unplanbare kreative Element einer Planung ausreichend Freiraum. Dennoch ist – gerade auch im Hinblick auf eine Professionalisierung des Weiterbildungsmanagements – eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit der Programmplanung auch für Praktiker/innen nützlich.

Tools zur Seminaranalyse

Qualitätssicherung, Bildungscontrolling und Zertifizierung charakterisieren gegenwärtig die Diskussion im Weiterbildungsbereich. Diese Begriffe umschreiben Zugriffsweisen auf Bildungsarbeit, um sie fassbar, bewertbar, optimierbar zu machen. Erforderlich ist dazu allerdings eine sichere Datengrundlage, die über das Auskunft gibt, was aus pädagogischer Perspektive tatsächlich in Seminaren der Weiterbildung geschieht. Der Beitrag stellt verschiedene Instrumente vor, deren Anwendung die Gewinnung analysefähiger Daten erlaubt: RUS-Verfahren, Fragebogen, Analyse des pädagogischen Feldes, Ergebnisanalyse.

Weiterbildung und der internationale Standard ISO 9000

Seit 1994 bestimmt der internationale Qualitätsmanagement-Standard ISO 9000 die Diskussion um die Qualitätssicherung in der Weiterbildung. Im selben Jahr gründeten die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft mit der CERTQUA eine Zertifizierungsstelle eigens für den Bildungsbereich. Bislang sind Bildungseinrichtungen mit 500 Standorten und einem Umsatz von 1,5 Milliarden Mark von der CERTQUA zertifiziert worden. Inzwischen hat die Zertifizierungsorganisation ein umfassendes Fortbildungssystem für Qualitätsmanagement im Bildungsbereich entwickelt. Für Ende 2000 ist eine umfangreiche Revision des ISO-Standards geplant.

Qualitätsentwicklung step-by-step

Qualitätssicherung hat sich als Dauerthema in der Erwachsenenbildung etabliert. In Österreich wurden in den bundesweit tätigen Institutionen unterschiedliche Wege von Qualitätssicherung und- entwicklung eingeschlagen: unterschiedlich in Systematik, Implementierung und Konsequenzen. Die österreichische Volkshochschule hat Abstand von einer Qualitätssicherung durch Zertifizierung genommen. Ein „Handbuch zur Qualitätsentwicklung an Österreichs Volkshochschulen“, das sich als Arbeitsgrundlage versteht, dezentrale Veranstaltungen für Volkshochschul-Verantwortliche sowie die interne Aus- und Weiterbildung für Volkshochschul-Mitarbeiterlnnen verfolgen eine step-by-step-Entwicklung von qualitativem Fortschritt in den Volkshochschulen.

Vocational Education and Training in Europe

The project entitled »Scenarios and Strategies for VET in Europe« was launched on the initiative by CEDEFOP jointly with ETF1 in late 1999 and the co-ordination entrusted to the Max Goote Expert Center at the University of Amsterdam. lts aim is to develop alternative scenarios for the future in the field of vocational education and training, which can serve as tools for strategic discussion and planning. The project consists of two phases: First, data was gathered by way of questionnaires and seminars. Second, the project consits two aspects: the improvement of the structuring, consistency and robustness of both scenarios and strategies, and the development of a tool to stimulate discussion between stakeholders using the scenarios and strategies on national and international level.

Einführung von Software für die Weiterbildungsadministration

Führungsverantwortliche und die Administration beim Weiterbildungsanbieter sehen sich mit steigenden Anforderungen konfrontiert. Dies nicht nur wegen des wachsenden Arbeitsvolumens, sondern auch bei Qualitätsfragen. Die bürospezifische Abwicklung von Kundenprozessen wie Teilnehmer- und Referentenadministration werden mit Marketing- und Informationsaufgaben ergänzt. Individuell für den Eigengebrauch entwickelte Software-Lösungen können die vielfältigen Bedürfnisse nicht mehr abdecken. Als ideale Lösungsvariante drängt sich am Markt verfügbare Standardsoftware auf. Standardisierte Applikationen sind aufgrund der Funktionsvielfalt auf die organisatorischen Gegebenheiten abzustimmen – oder umgekehrt?

Weiterbildung im Mittelstand

In der Bildungspolitik werden regelmäßig neue Strukturen, Konzepte und Instrumente diskutiert. Mit der unternehmerischen Praxis in kleinen und mittleren Unternehmen haben diese Diskussionen häufig nur begrenzt zu tun: Weiterbildung im Mittelstand verzahnt Personalentwicklung, Arbeitsorganisation und Qualifizierung als integrales Paket. Gerade im Einzelhandel hat Weiterbildung höchste Priorität, weil inhabergeführte Geschäfte sich überwiegend durch besondere Personalleistungen profilieren.

Zur Konstruktion und Auswertung von Fragebögen

Die mündliche und schriftliche Befragung ist die Standardmethode der empirischen Sozialforschung. Dementsprechend kommt sie immer dann zum Einsatz, wenn mit ihrer Hilfe die Stellungnahmen, Meinungen oder Einstellungen von Personen und Personengruppen erhoben werden sollen. Meist handelt es sich um schriftliche Befragungen, da sie im Vergleich zu mündlichen Interviews zeit- und kostengünstiger zu realisieren sind.

Zusätzliche Information

Ausführung

Digitalausgabe, Printausgabe

Format

280 x 210mm

Druck

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