Schwerpunkt
Lehrseits und Lernseits im Beziehungsdialog
Werte sichtbar machen
Gemeinsam Lernen visualisieren
außerdem:
Wolfgang Beywl im Gespräch mit John Hattie über “Visible Learning“ für die Erwachsenenbildung
29,00 € – 32,00 €
Lehrseits und Lernseits im Beziehungsdialog
Werte sichtbar machen
Gemeinsam Lernen visualisieren
Wolfgang Beywl im Gespräch mit John Hattie über “Visible Learning“ für die Erwachsenenbildung
John Hatties Konzept „Visible Learning“ fordert Bildungsverantwortliche dazu auf, die Wirkung ihres Handelns auf Lernprozesse und Kompetenzentwicklung anhand von Daten und Belegen sichtbar zu machen. Dabei geht es nicht nur um erkennbare Lernergebnisse, sondern insbesondere um die schwerer erfassbaren Lernprozesse und den Transfer in berufliche oder andere Anwendungsfelder. Das ursprünglich für den Schulbereich entwickelte und teils kritisch diskutierte Modell soll auf seine Übertragbarkeit auf die Erwachsenen- und Weiterbildung geprüft werden. Empirische Transparenz dient dabei nicht nur der Rechenschaftslegung, sondern vor allem der kontinuierlichen Anpassung von Bildungsangeboten an die Bedürfnisse und Potenziale der Teilnehmenden. Voraussetzung dafür ist eine evaluative Denkweise, die Ausgangslagen, Ziele, Interventionen, Datenerhebung, Datennutzung und Weiterentwicklung systematisch miteinander verbindet und Daten als Grundlage für den Dialog zwischen Bildungsprofis und Lernenden nutzt.
Michael Schratz
Lernen muss an seiner Wirkung gemessen werden, also daran, ob das Gelernte in der Praxis im entscheidenden Moment abgerufen werden kann. Dies muss bereits während des Vermittlungsprozesses geschehen und setzt eine lernseitige Haltung voraus. Dazu gehört auch, den Lernenden mehr Autonomie zu geben.
Peter Klaver
Lernen mithilfe der Hirnforschung sichtbar zu machen ist eine interessante Vorstellung, aber im Zusammenhang mit dem Transfer auf Lernprozesse in realen Lehr- und Lernbedingungen zu vereinfachend. Bildungsneurowissenschaften versuchen zwar Zusammenhänge zwischen Lernprozessen und Hirnaktivität aufzuzeigen, aber über die Qualität des Lernens sagt dies noch nichts aus.
Angela Poech
Durch ihre Sozialisation eignen sich junge Menschen Werte an, die ihr Denken und Handeln beeinflussen. Um ihre eigene moralische Kompetenz zu ermitteln, wurde der individuelle Wertekompass entwickelt: Durch die Sichtbarkeit ihrer Werte wird ein Prozess angestoßen, der hilft, diese kritisch zu reflektieren, aktiv zu gestalten und in Einklang mit dem eigenen Handeln zu bringen.
Anja von Klitzing
Am Ende einer Tagung oder Workshops, vollgepackt mit Input, fällt es oft schwer, das Wesentliche zu erinnern. Hilfe bieten hier die Methoden Graphic Recording und Graphic Facilitation: Bereits im Laufe der Veranstaltung werden in Echtzeit Gespräche und Erkenntnisse anhand von Zeichnungen vor den Augen der Teilnehmenden dokumentiert. Damit wird ein gemeinsames Gedächtnis geschaffen und das Lernen wird vertieft und nachhaltig verankert.
Claudia Hug
Sichtbarkeit des Lernens ist weit mehr als Leistungsmessung. Lernende sollen sich ihren Lernstand bewusst machen können und Lehrende sollen die Lernwege gezielt begleiten und dokumentieren können. Und dies alles bereits während des gesamten Lernprozesses. Am Bildungszentrum Limmattal (Schweiz) wurde mit dem pädagogischen Gesamtkonzept n47e8 eine Lernarchitektur entwickelt, die mithilfe digitaler Technologien die Sichtbarkeit von Lernen unterstützt.
außerdem:
Wolfgang Beywl im Gespräch mit John Hattie über “Visible Learning“ für die Erwachsenenbildung
“Lehrende verändern nicht nur das Wissen der Menschen, sondern auch ihr Selbstverständnis als Lernende und als Mitglieder der Gesellschaft.“
Lehren besteht nicht nur aus Methoden, Programmen, Management, Technologien oder politischen Debatten. Dies gehört zwar dazu, aber grundsätzlich sollte es um die Qualität des Denkens von Lehrenden, Führungskräften und Lernenden gehen. Lehrende sind deshalb gefordert, ihren Einfluss stetig zu evaluieren, sich auf der Grundlage von Erkenntnissen zu adaptieren und produktive Lernkulturen zu schaffen. Dies möchte der Bildungswissenschaftler John Hattie allen Lehrenden an die Hand geben.
| Ausführung | Digitalausgabe, Printausgabe |
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Die Beiträge der jeweiligen Hefte werden einem wissenschaftlichen Review-Verfahren unterzogen. Dieses Verfahren dauert mindestens zwei Monate.
Unsere Themenvorschau:
Lernen im Alter (Heft 5/2026, Oktober 2026)
Die Beitragsakquise ist abgeschlossen.
Copy, Paste, Think – Lernen im Zeitalter von ChatGPT (Heft 6/2026, Dezember 2026)
Die Beitragsakquise ist abgeschlossen.
Bürokratie und Weiterbildung (Heft 1/2027, Februar 2027)
Beiträge oder Vorschläge bitte bis spätestens 15.10.2026 an Nele Graf oder Wolfgang Beywl.
Universitäten als Weiterbildungsanbieter (Heft 2/2027, April 2027)
Beiträge oder Vorschläge bitte bis spätestens 15.12.2026 an Janne Fengler oder Wolfgang Beywl.
Bitte beachten Sie unsere Hinweise für Autorinnen und Autoren.
Hier finden Sie einen Blick in unsere Zeitschrift.
Editorial
Seite 3: Wolfgang Beywl: Lernen sichtbar machen – Zwischen Selbstverständlichkeit und Vision
Gespräch | Lernen sichtbar machen – Zwischen Selbstverständlichkeit und Vision
Seite 6: Wolfgang Beywl im Gespräch mit John Hattie über „Visible Learning“ für die Erwachsenenbildung:
„Lehrende verändern nicht nur das Wissen der Menschen, sondern auch ihr Selbstverständnis als Lernende und als Mitglieder der Gesellschaft.“
Begriffe und Strukturen | Lernen sichtbar machen – Zwischen Selbstverständlichkeit und Vision
Seite 10: Michael Schratz: Lehrseits und lernseits im Beziehungsdialog
Seite 14: Peter Klaver: Lernpraktiken reflektieren und Didaktik gestalten
Seite 19: Angela Poech: Werte sichtbar machen
Seite 22: Anja von Klitzing: Gemeinsam Lernen visualisieren
Seite 26: Claudia Hug: Kompetenzentwicklung, Selbstverantwortung und Lernwirksamkeit fördern
Lernen in Kontexten | Lernen sichtbar machen – Zwischen Selbstverständlichkeit und Vision
Seite 30: Monja Balles/Jovan Hergenröder: Mit Moderation und Visualisierung Lernprozessen Orientierung geben
Seite 34: David Link: Lernergebnisse sichtbar machen
Seite 38: Franziska Schmid: Sichtbare Kompetenzen machen Weiterbildung steuerbar
Seite 42: Marietta Menner/Lea Schreinemachers: Future Skills Engineer: Vom Arbeitsprozess zum Lernprozess
Mediendienst
Seite 45: Fachliteratur: „Weniger reden – mehr visualisieren“
Seite 47: Online – Linktipps zum Schwerpunkt
Service
Seite 49: Aktuelle Titel – Bücher kurz vorgestellt
Seite 51: News
Seite 53: Termine
Seite 54: Vorschau und Impressum
Arbeitshilfen
Seite 55: Präsentation up to Date – Menschen erinnern Geschichten
Lernen sichtbar machen
Zwischen Selbstverständlichkeit und Vision
Anhang 1 Langversion Artikel „Lernpraktiken reflektieren und Didaktik gestalten“ von Prof. Dr. Peter Klaver (aus Heft 4-2026, Seiten 14 – 18)